6-Stunden-Lauf um den Sander See 2022

Steffen Herke (Ultrafriesen e.V.) hat mit 69,541 Kilometern den Sechs-Stunden-Lauf um den Sander See gewonnen. Für ihn war das nach 2016 bereits der zweite Sieg bei diesem Lauf. Bei den Frauen siegte Natalie Andrees (LG Fliegerhorst Upjever) mit 55,566 Kilometern. Für sie war es der erste Start bei einem Ultralauf-Wettkampf überhaupt, und den hat sie gleich gewonnen. Bei den Staffelläufern schafften „The Grey Hornets“ mit insgesamt 89,812 Kilometern den ersten Platz.

Siegerehrung der Männer: (von links) Markus Wilhelmi (Platz 2), Steffen Herke (Platz 1), Ralf Uffenbrink (Platz 3)
Siegerehrung der Frauen: (von links) Heide Wilken-Wösthaus (Platz 2), Natalie Andrees (Platz 1), Anke Bösmann (Platz 3)
Siegerehrung der Staffeln: The Grey Hornets

Zum 10. Mal hatten Frank Dams und Mike Pieprytza von den Ultrafriesen e.V. diesen Sechs-Stunden-Lauf organisiert. Für ihn war es diesmal das letzte Mal. In Zukunft will der TuS Sande die Veranstaltung übernehmen. Zum Abschied als Organisator erhielt Frank Dams ein großes Plakat mit den Unterschriften aller Teilnehmer.

57 Einzelläuferinnen und -läufer waren diesmal am Start und 19 Staffeln. Der Teilnehmerrekord dieser Veranstaltung war 2019 mit 93 Einzelläufern und 20 Staffeln. Doch der durch die Pandemie bedingte allgemeine Teilnehmerschwund bei Laufveranstaltungen ging auch am Sander See nicht vorüber. Am Start waren aber die Unentwegten, die sich auch während des Lockdowns allein oder in kleinen Gruppen fit gehalten hatten.

Bei dem Sechs-Stunden-Lauf ging es darum, sechs Stunden lang auf dem Wanderweg um den Sander See herum zu laufen. Jedes Mal, wenn man wieder am Start vorbei kam, löste ein Chip in der Startnummer einen Impuls aus, der dem Sportler 1882 Meter mehr auf die Ergebnisliste schrieb. Nach genau sechs Stunden ertönte ein lautes Signal und alle Läufer ließen genau an der Stelle, wo sie dann waren, einen Holzwürfel mit der eigenen Startnummer fallen. Die Zeitnehmer rollten dann mit dem Messrad einmal um den See und notierten die so genannten Restmeter.

Für die meisten Ultraläufer ging es aber gar nicht um den Sieg, sondern darum, gemeinsam mit den Sportkameraden zu laufen und am Ende einen weiteren Lauf zur Marathon-Statistik hinzuzufügen.

So blieb genug Zeit, ein wenig am reichhaltig ausgestatteten Verpflegungsstand zu verweilen und danach gemütlich zu den Hits der Live Band „Time Spirit“ zu lauschen, bevor man zur nächsten Runde aufbrach.

Der Lauf wirkte auch für einen guten Zweck: Der Vorsitzende der Ultrafriesen, Mike Pieprytza, übergab 700 Euro an Ilona Wiets vom Elternverein für krebskranke Kinder. Dieses Geld hatten die Ultrafriesen bei Marathonläufen im kleinen Kreis gesammelt.

Die Ultrafriesen waren besonders stolz, ein Umfeld für den internationalen Jugendaustausch zu schaffen. 42 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren aus Wiesmor und seiner polnischen Partnerstadt Turek, die zurzeit gemeinsam zelten, traten in neun Staffeln beim Sechs-Stunden-Lauf an. Ohne ernsthaftes Training reichte es zwar nur für die hinteren Plätze, aber Spaß hat es den jungen Leuten auf jeden Fall gemacht.

Ergebnislisten:

Laufmanager

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