Trauer um Manfred Boldt

Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist der Ultrafriese Manfred Boldt im Juni 2025 im Alter von 75 Jahren verstorben. Manfred war für den Run for Fun gemeldet, aber er kam nicht. Dass er nie wieder kommen würde, ahnten wir damals noch nicht.

Aber alle wussten, dass Manfred Krebs hatte. Die „Runner’s World“ hatte einmal über ihn berichtet, als ein Beispiel für jemanden, der trotz der Krankheit die Leidenschaft für den Laufsport nicht verliert. Dabei war er erst spät zum Laufen gekommen. Als junger Mensch hatte er wenig Interesse am Sport. Doch als Mann über 40, als Schriftsetzer bei der Ostfriesen-Zeitung stieß er auf einen laufbegeisterten Chef, der ihn herausforderte, den Ossiloop zu finishen. Den Etappenlauf von Leer nach Bensersiel schaffte er tatsächlich in insgesamt 6:11 Stunden.

Seinen ersten Marathon lief er 1992 in Steinfurt in 3:59 Stunden. Es folgten 100-Kilometer-Läufe, 24-Stunden-Läufe und dann, mitten im Training für einen 48-Stunden-Lauf, die Krebs-Diagnose. Aber Manfred lief weiter, oder walkte. Die Chemotherapie wirkte. 2020 schloss er sich den Ultrafriesen an. Aber die alte Form fand er doch nicht wieder. Beim Run for Fun 11.0 war er 2023 noch bei der Heißen Stunde mit dabei. Er wird uns im Gedächtnis bleiben als ein Kämpfer und ein großer Ultraläufer.

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